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Die
Interessengemeinschaft der Langstreckenläufer e.V.
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Sportmedizin-Tipps |
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| Leser-Forum: "Laufen und Fersensporn" | ||||||
| IGL-Mitglied Chr. D. fragt: Bin 33 Jahre alt, leidenschaftliche Sportlerin, u.a. Volleyball und Joggen. Jetzt leide ich seit Monaten an einem schmerzenden Fersensporn, der mich total lahm legt. Ich trage seitdem Einlagen; leider ohne Erfolg, auch entzündungshemmende Tabletten halfen nicht. Welche Therapie ist empfehlenswert: Stosswellentherapie? Spritzen? Röntgen-Reizbestrahlung? Bin momentan völlig verunsichert, da ich über sämtliche angeführte Verfahren schon Negatives gehört habe. Sportarzt Dr. med.
R. Ziegler aus Heppenheim antwortet: Ich empfehle Ihnen als den aus
meiner fachärztlichen Sicht richtigen ersten Schritt die Röntgen-Reizbestrahlung
bei einem versierten Radiologen. Mit diesem Vorgehen gehen Sie auch sicher,
dass nur das wirklich Notwendige gemacht wird. Sollten Sie Privatpatientin
sein, können Sie ja gleich direkt zur Radiologie-Praxis Ihres Vertrauens
gehen. Andernfalls benötigen Sie bekanntlich eine Überweisung
Ihres Hausarztes. Falls Sie aus dem Großraum Darmstadt stammen sollten,
könnte ich Ihnen hierzu eine Empfehlung abgeben. Bei ineffektivem
Effekt, bliebe als nächster nahe liegender Schritt die Stoßwellen-Therapie.
Dazu müssten Sie sich umhören, wer in Ihrer Nähe diesbezüglich
kompetent ist. Oftmals wird diese Therapiemaßnahme von Orthopädischen
Kliniken angeboten. Zusätzlich darf ich auch nochmals auf die Ihrerseits
bereits erwähnte Einlagen-Situation zu sprechen kommen. Wichtig wäre
meines Erachtens hier eine gezielte Fersenbein-Weichschaumbettung,
evtl. mit zusätzlicher Aussparung der schmerzenden Stelle. Nicht
uninteressant wäre auch die Information, in wie weit wirklich nur
eine Seite bei Ihnen betroffen ist. Da ja nicht selten der rigide Hohlfuß
bahnend und dann schmerzauslösend bezüglich eines Fersensporns
wirkt. Und ein Hohlfuß kommt nun einmal selten allein. Entsprechend
sollten Sie eine diagnostische Röntgenaufnahme der bisher
evtl. nicht so problematischen Ferse vornehmen lassen. Apropos körpereigene
Entzündungs- und Schmerzneigung: Generell gute Erfahrungen bezüglich
günstiger Schmerzmodulation habe ich mit hochdosiert verabreichter
Omega-3-Fettsäuren-Gabe im Grammbereich über mehrere Monate
gemacht, wobei diese Dosierung in der Regel nur über Supplementierung
mit Fischöl-Zubereitungen (z.B. Biomol Cardiofit® Pulver) zu
erreichen ist. Ansonsten wären wöchentlich zwei große
Fischportionen fetter Fisch à 300 g (Thunfisch, Atlantik-Hering,
Sardine, Sardelle, Makrele oder Wildlachs) angesagt und das über
Monate. Therapeutisch wichtig ist dabei der gleichzeitig einzuschränkende
Verzehr von tierischen Produkten aus Mastbetrieben, Zuchtfarmen und Legebatterien,
da ansonsten ihr zwangsläufig hoher Gehalt an Arachidonsäure
die Schmerzhaftigkeit künstlich hoch hält und den Therapie-Erfolg
damit nicht unwesentlich erschweren kann.
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