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Auf ein langes Läuferleben
kann Herbert Keller bereits zurückblicken. Unzählige Wettkämpfe
über verschiedene Distanzen - bis hin zum legendären Athen-Marathon
und der 100-km-Herausforderung von Biel (Schweiz) - hat er absolviert.
Begonnen hat Herbert Kellers sportliche Karriere schon im Jahre 1936.
Zu diesem Zeitpunkt richtet sich sein sportlicher Ehrgeiz ganz auf das
runde Leder; bei einem Berliner Fußballverein bleibt er bis zu seinem
fünfzigsten Lebensjahr aktiv. Nachdem er die Fußballschuhe
an den Nagel gehängt hat, beschließt er, sich ganz dem Laufsport
zu widmen. Zu diesem Zeitpunkt erfährt Herbert Keller - der seit
1977 Mitglied in der Interessengemeinschaft ist - auch von einer Berliner
IGÄL-Gruppe, der er sich begeistert anschließt. "Die anderen
Mitglieder der Gruppe ermunterten mich, auch an Lauftreffen außerhalb
Berlins teilzunehmen", erinnert sich Herbert Keller. "Zehn Jahre
lang fanden sich auf Teneriffa zahlreiche Sportfreunde der IGÄL ein,
um auf verschiedenen Laufstrecken ihre Kräfte zu messen. Es war schon
ein besonderes Erlebnis für mich, mit diesen - teilweise sehr bekannten
und erfolgreichen - Sportfreunden mitzuhalten." Aus dieser Zeit hat
sich Herbert Keller seine Lauf-Philosophie erhalten: Durchhalten und gesund
ins Ziel kommen!
Während der zahlreichen Marathonläufe im Schwarzwald und den
Weltbestenkämpfen der Veteranen in Brügge und Berlin lernt Herbert
Keller die IGL-Gründer Arthur Lambert - mit Ehefrau Hanny - und Dr.
Ernst van Aaken kennen. "Wirklich tolle Menschen und Sportfreunde",
bekräftigt Herbert Keller. "Besonders bewundere ich Ernst van
Aaken dafür, dass er sich mit großem Engagement für den
Langstreckenlauf der Frauen eingesetzt hat; dies dürfte ihn unsterblich
gemacht haben."
Als "Krönung" seiner Marathonläufe empfindet der Berliner
seine Teilnahme an dem Lauf, der eine andere Hauptstadt zum Ziel hat:
Athen. "Bei 35 Grad im Schatten und immer dichter werden Autoabgasen
war dies sicher einer meiner schwersten Läufe und ich brauchte alle
Willenskraft um nicht aufzugeben", erzählt Herbert Keller. Dennoch
wagt er noch größere Herausforderungen und bestreitet auch
die 100km-Distanzen von Unna und Biel. Die ersten 25km davon wurden im
Lauftempo absolviert, der Rest im Schritttempo. "Dabei blieben ich
und mein kürzlich verstorbener Sportfreund Horst Schöppe trotzdem
sieben bis neun Stunden unter der Sollzeit", erklärt er.
Unglaubliches vollbringt Herbert Keller an seinem siebzigsten Geburtstag:
Mit eisernem Willen nimmt er am berühmt-berüchtigten Berglauf
"Sierre-Zinal" in der Schweiz teil. Bei diesem Berglauf gilt
es neben der 32km Strecke auch fast zweitausend Höhenmeter zu überwinden.
"Am schlimmsten waren für mich die letzten sechs Kilometer",
erinnert er sich. "Glücklicherweise war dieser Teil der Strecke
leicht bewaldet; so konnte ich mich von Baum zu Baum den steilen Weg hinaufziehen
um dann im Ziel mit einigen Freunden meinen Geburtstag zu feiern.
Lieber Herbert Keller,
die IGL wünscht Dir, dass Du noch bei vielen Läufen durchhältst
und gesund das Ziel erreichst.
M.
Reinmuth
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