Die Interessengemeinschaft der Langstreckenläufer e.V.
 

 

 

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Supermarathon von Leutershausen bis Bad Dürkheim
IGL-Langstreckenläufer schaffen 44 km quer durch die Rheinebene

 

Eine Rheintalquerung als Langstreckenlauf von der Bergstraße bis zur Deutschen Weinstraße - das war neu in dem anspruchsvollen Laufprogramm der Region. Eine Gruppe von Langsteckenläufern der IGL Viernheim mit Freunden aus der "Nachbarschaft" startete dieser Tage zu diesem Lauf über eine Strecke von über 44 km. Helga und Julia Alter, Erika und Uwe Stirmann, Gudrun und Peter Müller, Jürgen und Marlies Schöffen, Irmgard Uhlig und Hartmut Strewinski waren dabei. Ergänzt wurde die Laufgruppe durch ein Team mit dem Begleitfahrzeug, das die Aktiven unterwegs jeweils nach 10 km mit Tee und Brezeln versorgte. Heribert und Angelika Grab sowie Matthias Uhlig waren um das Wohl ihrer Freunde bemüht.

Kurz vor dem Start in Leutershausen. Hintere Reihe (v.l.) Erika Stirmann, Hartmut Strewinski, Jürgen Schöffel, Heribert und Angelika Grab, Peter Müller, Matthias Uhlig, Uwe Stirmann, Helga Alter. - Vordere Reihe (v.l.) Irmgard Uhlig, Gudrun Müller und Julia Alter.

Bei idealer Witterung startete das Feld morgens um 08,00 Uhr in Leutershausen. Bei strahlendem Sonnenschein ging es zunächst auf asphaltierten Feldwegen über Heddesheim bis nach Wallstadt und Feudenheim, dann das Neckarufer entlang, vorbei am Fernmeldeturm bis ins Zentrum von Mannheim. Schon hier spürten die Läuferinnen und Läufer die ersten bewundernden Blicke bei ihrem "Straßenlauf".

Dann kam ein wenig schöner Teilabschnitt von Mannheim bis Oggersheim, der jedoch nicht umgangen werden konnte, weil man hier zur Rheinbrücke musste. Nach der 2. Versorgungspause ging es über den Rhein "von hiwwe nach driwwe" auf der Kurt-Schumacher-Brücke bis zum Ludwigshafener Stadtteil Hemshof. Dann führt eine endlose, schnurgerade Straße nach Oggersheim. Ob Altbundeskanzler Helmut Kohl die Läufer sah, blieb unbekannt..

Dann erreichte die Gruppe endlich wieder freies Feld. Nun konnte man in der Ferne bereits das Ziel erahnen, denn die ersten Ausläufer der Haard kamen in Sicht. Nach fast 30 km gab es eine kurze Ruhepause beim Begleitfahrzeug in Ruchheim. Von hier aus lief nun Marlies Schöffel mit, da sie sich die gesamte Strecke nicht zutraute.

Gerade noch vor Beginn eines großen Fastnachtsumzugs in Ruchheim, konnten Begleitfahrzeug und Läufer ihre Tour Richtung Maxdorf fortsetzen. Überall begegnete man ausgelassenen Narren und konnte in den Straßen buntgeschmückte Festwagen bestaunen. Als die Crew in Birkenheide ankam und sich ein letztes Mal stärkte, war man sozusagen bereits auf der "Zielgeraden" nach Bad Dürkheim. Hier verlief die Laufstrecke fast kerzengerade durch Felder, vorbei an einzelnen Bauernhöfen Richtung Bad Dürkheim.

Bei km 40 hieß es, noch einmal die letzten Kräfte mobilisieren, nur nicht schlapp machen und nur nicht so weit nach vorne blicken. Jetzt gab der Kopf das Tempo an. Jetzt wusste man: Wir schaffen es! Dann war man in einem Industriegebiet Bad Dürkheims, kam in eine Wohngegend und - welch ein Jubel - plötzlich tauchte ganz unvermittelt die große Bad Dürkheimer Saline auf.

Kurz vor 13,00 Uhr nach 44 km erreichte die Gruppe das Ziel am berühmten Großen Fass von Bad Dürkheim. Die Leistung kam auch in der benötigten Zeit zum Ausdruck: 44 km in 4:40 h. Niemand in der Gruppe hat aufgegeben, alle wurden "Sieger", denn es war kein Rennen sondern ein erlebnisreicher Gemeinschaftslauf mit der Losung: "Der Langsamste gibt das Tempo vor".
Krönender Abschluss dieses großartigen Langstreckenlaufs bei der Rheintalquerung war ein Besuch im Erlebnisbad "Salinarium". Das warme Solebad verließen die Teilnehmer erst als sie der Hunger dazu trieb. Ja, und während sich die Läuferinnen und Läufer im warmen Salzwasser erholten, wurden bereits die Pläne für einen neuen außergewöhnlichen Lauf geschmiedet.

Hans Todt

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