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IGL-Mitglied
Rainer A. fragt: Seit ca. drei Jahren bekomme ich relativ regelmäßig
während des Trainings Magenschmerzen, jeweils nach ungefähr
45 Minuten. Folgen davon sind Kraftlosigkeit, Schwindel und Leere im Kopf.
Seit ca. einem Jahr registriere ich dabei zusätzlich einen unerklärlichen
Pulsanstieg. Die Kraftlosigkeit hält dann meist am nächsten
Tag an, gleichgültig, ob ich trainiere oder nicht. Absolviere ich
an diesem Tag ein Lauftraining, kann ich selbst bei einem Puls von 120-125/Min.
mein Trainingstempo nicht halten. Mein derzeitiges Wochenpensum liegt
bei ca. 90 - 100 km. Die bisherigen medizinischen Untersuchungen erbrachten
keine Ursache für die geschilderten Beschwerden. Wie ist Ihre Sicht
der Dinge und welchen Rat können Sie mir geben?
Sportarzt Dr. med.
R. Ziegler aus Heppenheim antwortet: Bei Ihnen sollten auf jeden Fall
folgende Aspekte näher hinterfragt werden und das möglichst
umgehend:
- Trainingsqualität:
Häufiges Training bedeutet nicht immer richtiges und gesundheitlich
unbedenkliches Training. Die Tatsache, dass die geschilderten und laufabhängigen
Beschwerden generell erst nach 45 Minuten auftreten, könnte als
typisches vegetatives Signal im Zusammenhang mit einem Blutzucker-Abfall
gedeutet werden, ausgelöst z.B. durch erschöpfte Glykogen-Depots
in der Leber. Die Magenprobleme wirken hier nur als Signalgeber. Also
gilt es zu hinterfragen, in wie weit Sie vielleicht generell zu intensiv
trainieren und sich daher zu oft im Bereich Ihrer individuellen aerob-anaeroben
Schwelle oder gar darüber aufhalten. Daher ist bei Ihnen als erstes
und möglichst umgehend ein sportartspezifischer Laktat angesagt
und zwar unter standardisierten Bedingungen, d.h.: Feldtest, 3 Tage
kein Training bzw. allenfalls Walking plus konsequent kohlenhydratreiche
Kost, was aber eben nicht nur Stärke-reiche Lebensmittel bedeutet.
Genauso ideal sind hier Gemüse, Salat, Obst, Beeren, Nüsse,
Kerne, Weizenkeime, Pseudo-Getreide wie Amaranth, Quinoa und Buchweizen,
dann Soja, Erdnüsse und Molke. Wenn Getreide, dann natürlich
Vollkorn und dabei möglichst auf Eiweiß-reiche Sorten wie
Dinkel, Hirse, Grünkern und Kammut-Weizen setzen. Mit den Resultaten
bzgl. Ihrer aktuellen aeroben Kapazität und Leistungsfähigkeit
lässt sich dann das für Sie richtige Lauftraining strukturieren
und zwar bzgl. Intensität und Dauer der einzelnen Einheiten. Die
Frage einer Wiederholung des Tests richtet sich nach Ihren Zielen und
dem Trainings-Gesamtumfangs in der darauf folgenden Zeit.
- Die für Sie
auffälligen Pulsschwankungen mit Kraftlosigkeit etc. sehe ich ebenfalls
im Zusammenhang mit der meinerseits vermuteten Stoffwechsel-bezogenen
Überforderung, zumal ja schwerwiegende krankhafte Ursachen bereits
medizinisch ausgeschlossen wurden, wie Sie schreiben.
- Da ich Sie persönlich
kenne, glaube ich daher auch nicht an eine primär krankhafte Blutzucker-Konstellation.
Trotzdem sollten Sie unbedingt und in nächster Zeit Ihren morgendlichen
Blutzucker-Spiegel bestimmen lassen und zwar nach strikter Nahrungskarenz
von mehr als 8 Stunden. Ein medizinisch normaler Wert sollte dann auf
jeden Fall unter 110 mg% liegen.
- Evtl. liegen bei
Ihnen aber auch (zusätzlich) latente Defizite im Mikronährstoffbereich
vor, die sich dann ungünstig auf Ihre Regenerationsdauer auswirken
würden, was dann wiederum die Stoffwechsel-bezogene Belastbarkeit
entsprechend reduzieren würde. Um hier schnelle und positive Effekte
zu erzielen, sollten Sie daher, zunächst für 2 Monate, auf
Orthomol Sport®Trinkfläschchen (täglich 1 Trinkfläschchen
zu den Mahlzeiten) als sportlergerechtes Komplett-Supplement zurückgreifen.
Diese Mikronährstoff-Mischung kombinieren Sie bitte mit Biomol
Cardiofit® Fischöl-Pulver (mit wohlschmeckendem Ananas-Geschmack,
der auch Fischmuffel überzeugt). Die hier passende Dosierung für
2 Monate lautet 2 x täglich 1 Messbecher, am besten in Milch, Milchprodukte
oder Fruchtsaft. Wenn in Fruchtsaft gelöst, dann bitte während
oder nach den Mahlzeiten zuführen.
Nach diesen Empfehlungen
sehen Sie hoffentlich klarer bzw. Sie sind wieder in gewohnter Weise fit
und belastbar. Andernfalls können Sie gern wieder auf mich zukommen.
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