Die Interessengemeinschaft der Langstreckenläufer e.V.
 

 

 

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Mitgliederportraits

 

 

 

Eckart Quilisch - Läufer und Poet

 

Eckart Quilisch, 1955 in Göppingen geboren, hatte in jungen Jahren einige Zeit ein deutliches Übergewicht und war in sportlicher Hinsicht ziemlich faul. Bei einer ärztlichen Untersuchung 1976 diagnostizierte sein damaliger Hausarzt einen viel zu hohen Blutdruck (170/100), sog. "essentielle Hypertonie". Diese Nachricht schockierte ihn damals sehr, den sein Arzt eröffnete ihm, er müsse wahrscheinlich sein Leben lang blutdrucksenkende Mittel einnehmen, zumal von elterlicher Seite her eine erbliche Vorbelastung besteht. Diese Diagnose ließ ihn aufwachen und brachte eine Wende. Seine aufmerksamen Eltern schenkten ihm daraufhin das Buch "Bewegungstraining" von Dr. Cooper, dem erfolgreichen Sportmediziner und Astronautentrainer - die Initialzündung für seinen läuferischen Lebensweg. Begeistert vertiefte er sich in diese Lektüre, verschlang ebenso einige Bücher unseres hochgeschätzten Dr. Ernst van Aaken, sowie von Manfred Steffny. Außerdem beschäftigte er sich autodidaktisch mit sportmedizinischen Fragen, und seine Ernährung stellte er konsequent um. Nichtraucher war er ja schon immer.

Mit langsamen Trimm Trab begann Eckart Quilisch im Februar 1977, steigerte allmählich den Umfang, wurde 1979 IGL-Mitglied und kam über seinen Göppinger Lauftreff zum einstündigen Laufabzeichen bis zu den ersten Volksläufen und der Halbmarathondistanz 1980. Sein Marathondebüt gab er 1981 in Leinfelden mit einer zeit von 3:18:39 Std. Die langen Strecken entsprachen am besten seiner läuferischen Begabung, denn für kürzere Distanzen ist er konstitutionell nicht so sehr geeignet. Dies merkte er beim Einsatz für den TSV Adelberg, bei dem er einige Jahre lang als aktives Mitglied bei Volksläufen integriert war. Da das Gesundheitsmotiv seit jeher für ihn im Vordergrund vor einer Leistungssteigerung stand, blieb er von Verletzungen verschont. Probleme mit dem Blutdruck waren seit seinem ersten Marathonlauf kein Thema mehr, sowohl Sport als auch Ernährungsumstellung hatten einen gesunden, vitalen Menschen aus ihm gemacht (Größe: 190 cm, Gewicht: 72 kg, Ruhepuls um 40).
Nach zwölf Läuferjahren -zuvor stagnierte seine Marathonleistung eine Zeitlang auf ca. 3:10 Std.- erreichte er bei seinem 27. Wettkampf in Kandel 1989 seine persönliche Bestzeit von 2:58:38 Std. Sein großer Wunsch, unter drei Stunden zu laufen, hatte sich endlich realisiert. Die Motivation blieb ihm erhalten und es glückten ihm noch einige weitere Läufe im Bereich um die drei Stunden. Es gab in den Jahren natürlich viele wesentlich langsamere Läufe von 3:15 Std. bis zu 3:38 Std. Insgesamt absolvierte Eckart Quilisch, der als Angestellter im öffentlichen Dienst arbeitet, von 1981 bis 1994 44 mal die Marathondistanz. Das sportliche Training durch Wald und Feld bei Wind und Wetter beflügelte seinen Geist und vertiefte seien Liebe zur Dichtung, guter Literatur und Philosophie. Viele Gedanken formten sich bei abendlichen Dauerläufen zu Gedichten, die er in dem Buch "Wenn den Pegasus ich reite" (Fouqué Literaturverlag) niederschrieb.
Eckart Quilisch läuft seit 1995 bewusst keine Wettkämpfe mehr, aber weiterhin regelmäßig ca. 50 km pro Woche, um gewonnene Fitness zu erhalten. "Man darf als Läufer nicht zu einseitig werden; auch kulturelle Dinge bedeuten mir sehr viel" so Eckart Quilisch. Er st jetzt 46 Jahre alt, sein Puls liegt immer noch zwischen 38 und 45 bei einem Blutdruck von 120-130 zu 70-80 und einem Gewicht von 73 kg. Die Blutwerte sind optimal. "Ich hoffe, mit meiner Lebensweise noch lange gesund und leistungsfähig zu bleiben", resümiert Eckart Quilisch abschließend.

Die IGL-Familie schließt sich diesen Wünschen an und hofft, dass durch sein Beispiel viele Mitmenschen zum Langstreckenlauf angeregt werden.

Georg Reinmuth

 

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