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Die
Interessengemeinschaft der Langstreckenläufer e.V.
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Mitgliederportraits |
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Karl Wilhelm Schneider - Läufer und Naturfreund |
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| Man sagt den Langstreckenläufern im allgemeinen nach, sie seien Individualisten und Naturliebhaber. Diese Aussage trifft in besonderem Maße auf den Wiesbadener Karl Wilhelm Schneider zu, der im August seinen 73. Geburtstag feiern kann. Schon in jungen Jahren zieht es Karl Wilhelm Schneider, von seinen Sportfreunden kurz K.W. genannt, in Wald und Flur. Hier fühlt er sich wohl. "Wenn sich meine Freunde früher rauchend auf der Straße oder in der Kneipe trafen, habe ich es vorgezogen, in den Wald zu gehen, dort zu wandern und die Natur zu beobachten" erinnert sich Karl Wilhelm Schneider. Als Ende der 60er Jahre die Jogging-Welle nach Europa schwappt, nimmt K.W., der nach dem zweiten Weltkrieg als Zimmermann an vielen Wiesbadener Bauten mitgewirkt hat, erstmals 1968 an Volkswanderungen und Volksmärschen teil, die bereits einen gewissen Wettkampfcharakter aufweisen. Diese Art des sportlichen Kräftemessens macht ihm so viel Spaß, dass er 1969 mit dem intensiven Lauftraining beginnt und sich an Volksläufe heranwagt. Er trainiert kontinuierlich seine Ausdauer und erlebt 1976 seinen sportlichen Glanzpunkt: Beim klassischen Lauf von Marathon nach Athen belegt er unter tausend Teilnehmern aus 20 Nationen den 111. Platz in der Gesamtwertung und den dritten Platz in seiner Altersklasse. "Es war ein einmaliges Glücksgefühl, als ich in Athen durchs Marathon-Tor lief und mir ein Kranz aus Ölzweigen aufs Haupt gesetzt wurde" erinnert sich K.W. Schneider. Im nächsten Jahr wandert er über den Rhein-Höhen-Weg etwa 230 Kilometer in sechs Tagen von Wiesbaden nach Bonn. Zwei Jahre später verleiht ihm der Deutsche Volkssportverband den "Goldenen Wanderstiefel". Mit Erfolg nimmt K.W. Schneider, der dem Volkssportverein Wiesbaden angehört, an mehreren 80-km-Nachtmärschen sowie 1978 an den Weltbesten-Kämpfen des DLV in Berlin teil. Inzwischen haben sich bei ihm zahlreiche Auszeichnungen, Pokale, goldene Volkslauf- und Volkssportabzeichen, Medaillen und Teller angesammelt. "Allein die Schachtel mit den Urkunden ist so voll, dass sie nicht mehr zugeht" erzählt K.W. Schneider schmunzelnd. Karl Wilhelm Schneider - der als Allroundsportler auch Rad fährt, schwimmt, turnt und ein begeisterter Bergsteiger ist - ernährt sich ganz normal. "Ich esse, was der Körper verlangt und worauf ich Appetit habe. Es kann auch mal eine Haxe sein, wobei natürlich hauptsächlich Gemüse und Obst auf dem Speiseplan stehen. Auch trinke ich gerne mal ein Glas Wein - das regt den Kreislauf an", lacht K.W., der auch gerne singt und ein eingefleischter Gotthilf-Fischer-Fan ist. "Der ist auch so ein lockerer Typ wie ich. Dem Meister habe ich sogar schon persönlich zum Geburtstag gratuliert und am Telefon ein Ständchen gesungen", erinnert sich K.W. Schneider. Nachdem ihn die Füße einmal um den Erdball getragen haben, lässt er es jetzt gemächlicher angehen. "Meine Laufleidenschaft hat sich zur Wanderleidenschaft entwickelt, denn ich merke, dass mir der Sport gut tut und die Bewegung in der frischen Luft der beste Arzt für mich ist", so K.W. Schneider. Die IGL wünscht K.W. Schneider, der seit 1977 der IGL angehört und letztes Jahr mit der IGL-Jubiläumsnadel ausgezeichnet wurde, noch viele erholsame Stunden bei seinen Wanderungen durch Wald und Flur. Georg Reinmuth
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