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Die
Interessengemeinschaft der Langstreckenläufer e.V.
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Ina Wester wurde 70 Jahre | ||||||
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Ina Wester ist 70. Am 3. September feierte die Solingerin die Vollendung des siebten Lebensjahrzehnts. Auch diejenigen, die sie kennen, werden aus diesem Anlass zwei Mal hinschauen müssen. Denn die blonde, im besten Sinne des Wortes laufbesessene Frau wirkt nun wirklich nicht so, wie man sich eine Jubilarin dieses Alters vorstellt. Wenn es eines Beweises für die gesundheitsfördernde Wirkung von Ausdauersport bedürfte, wäre Ina Wester das lebendige Beispiel.
Zum Laufsport kam
sie eher zufällig in der zweiten Hälfte der 60er Jahre durch
ihren Mann Klaus, der auf ärztlichen Rat mit dem Laufsport angefangen
hatte. Als das Solinger Laufidol Herbert Schade im Jahr 1966 den ersten
Volkslauf in Solingen organisierte, war dies für Klaus der Beginn
eines langen Läuferlebens, bei dem Ina zunächst am Rande stand.
Als Klaus seinen ersten 100-km-Lauf mit dick geschwollenen Knöcheln
beendete, schüttelte Ina den Kopf mit der Bemerkung: "Selbst
schuld!" - um ein halbes Jahr später selbst den ersten Hunderter
zu absolvieren. Bei dem inzwischen legendären Hunderter von
Biel' waren die beiden Westers, die 1971 der IGL beitraten und 1996 mit
der IGL-Jubiläumsnadel geehrt wurden, in den 70er Jahren Stammgäste
und folgerichtig war Ina Wester auch beim ersten Frauen-Marathon 1973
in Waldniel dabei, den Dr. Ernst van Aaken außerhalb der Statuten
des Deutschen Leichtathletik-Verbandes organisierte. Für den Frauen-Langlauf
bedeutete diese Veranstaltung einen Durchbruch und für Ina Wester
eine enge Verbindung mit dem Pionier des Frauen-Langlaufs. Zugleich entwickelte
sich eine intensive persönliche Freundschaft zu Artur Lambert und
seiner Frau Hanni, die auch nach dem Tod von Artur Lambert unverändert
Bestand hat. Es trieb Ina Wester
an, ihre positiven persönlichen Erfahrungen im Laufsport auch an
andere weiterzugeben. Als der in Solingen geborene DSB-Geschäftsführer
Jürgen Palm die von Enzio Busche entwickelte Lauf-Treff-Idee in einen
organisatorischen Rahmen fasste, war Ina Wester als Frau der ersten Stunde
dabei und gründete im Mai 1974 unter dem Dach ihres Vereins, dem
Solinger Leichtathletik-Club, den vierten Lauf-Treff im Westdeutschen
Raum. Ina Wester war jedoch
nicht einseitig auf das Laufen fixiert. Ihrer Initiative ist es zu verdanken,
dass im Solinger LC - 1951 als Leistungssportverein gegründet - Mitte
der 70er Jahre sowohl eine Mutter-und-Kind-Gruppe als auch eine Frauengymnastikgruppe
eingerichtet wurde. Beides ist im Verein nicht mehr wegzudenken. Ihre
Aufgeschlossenheit wird auch durch die Tatsache unterstrichen, dass sie
bereits 1991 die aus Amerika herüber gekommene Disziplin Walking
aufgriff und in den Lauf-Treff integrierte. Konsequenter Weise ist auch
das Kursangebot Nordic Walking im Solinger LC auf ihre Anregung eingerichtet
worden. Bereits im dritten
Jahr des Lauf-Treffs organisierte Ina Wester, mit ihrem Mann Klaus an
der Seite - oder besser: bescheiden im Rücken - Anfang Dezember den
Nikolaus-Lauf-Treff an der Sengbachtalsperre in Solingen. Dort zeigte
sich ihr soziales Engagement über den Sport hinaus auch öffentlich,
denn der Erlös aus diesem Nikolaus-Lauf-Treff kommt der "Kette
der helfenden Hände" zugute, einer örtlichen Wohltätigkeitsorganisation
zur Selbsthilfe. Andere soziale Aktivitäten leisten Ina und Klaus
Wester meist im Verborgenen, die im Sport ausgelebte Öffentlichkeit
hat hier enge private Grenzen. Ihrem Engagement ist
es auch zu verdanken, dass im Jahr 1985 der Deutsche Leichtathletik-Verband
seine bundesweite Eröffnungsveranstaltung "Trimm-Trab ins Grüne"
in der Ohligser Heide in Solingen veranstaltete. Diese Ehrungen, so
angebracht sie sind, können kaum nachzeichnen was es heißt,
seit mehr als 34 Jahren, nur durch Urlaub unterbrochen, jede Woche im
Lauf- und Walking-Treff viele Tausend Menschen zu bewegen, äußerlich
wie innerlich, und über die Jahre hinweg auch mehrere Dutzend Betreuerinnen
und Betreuer für die Gruppenarbeit im Treff zu begeistern. Dass nebenbei
noch drei Töchter mit aller elterlichen Liebe groß gezogen
wurden, unterstreicht die sportliche Lebensleistung von Ina und Klaus
Wester zusätzlich. Hans-Joachim
Scheer |
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